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Uraltes Hexenwissen – Das Allsehende Auge: Gefährlich? Rein? Unrein

  • Autorenbild: Kiko Moon
    Kiko Moon
  • 9. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Uraltes Hexenwissen – Das Allsehende Auge: Gefährlich? Rein? Unrein?

Symbole wirken. Immer. Ob wir es wollen oder nicht.

Das klingt vielleicht provokant. Aber wer ernsthaft auf dem magischen Weg ist, weiß – es ist schlicht die Wahrheit. Und genau deshalb gehört der bewusste Umgang mit Symbolen zum absoluten Fundament jeder Magiepraktik. Zum kleinen Hexen-Einmaleins.

Heute sprechen wir über eines der berühmtesten, berüchtigtsten und am meisten missverstandenen Symbole der Menschheitsgeschichte.

Das Allsehende Auge.



Eine jahrtausendealte Geschichte

Dieses Symbol ist älter als jede Verschwörungstheorie. Älter als die Freimaurer. Älter als den Dollarschein.

Im alten Ägypten war es das Horusauge – Symbol für Schutz, Heilung und göttliche Wachsamkeit. Die Kraft der Wiederherstellung nach Zerstörung und Verlust. In der christlichen Tradition wurde es zum Zeichen der Dreifaltigkeit, der allgegenwärtigen Präsenz des Göttlichen. Es schmückte Kirchen, Altäre und heilige Schriften über Jahrhunderte hinweg.

In der Aufklärung landete es auf dem Großen Siegel der Vereinigten Staaten – als Ausdruck einer höheren wachenden Macht über die neue Nation.

Und dann kam der Missbrauch.

Freimaurer, Illuminati, Verschwörungstheorien, Hollywood. Ein uraltes heiliges Zeichen wurde zur Projektionsfläche für Angst und Kontrolle. Aus seinem ursprünglichen Kontext gerissen, verzerrt, verfremdet.

Heute trägt es jeder Dollarschein. 14 Milliarden Scheine weltweit – jeder durch über 700 Hände gereicht. Mehr als 10 Billionen Berührungen. Jede mit ihrer eigenen Energie. Angst. Gier. Hoffnung. Verzweiflung. Intention.

All das steckt in diesem Symbol. Und genau deshalb ist die Frage mehr als berechtigt.



Symbole wirken – ein Beispiel aus der Praxis

Bevor wir tiefer einsteigen, möchte ich etwas Persönliches teilen. Nicht um mich in den Mittelpunkt zu stellen – sondern weil es das Gesagte besser untermauert als jede Theorie.

Ich trug viele Jahre die Worte „Killing Me Softly" auf meinem linken Bein tätowiert. Ich mochte das Lied. Ich dachte nicht weiter nach. So wie die meisten Menschen nicht weiter nachdenken wenn sie ein Symbol oder eine Schrift wählen – denn Schrift ist nichts anderes als Symbolik.

Was ich damals nicht vollständig erkannte – diese Worte spiegelten etwas in mir wider das real war. Eine tiefe Sehnsucht. Eine Fremdheit in dieser Welt.

Neun Jahre später erkrankte ich schwer – an genau diesem Bein. Was folgte brachte mich an die Grenzen des Lebens und schenkte mir gleichzeitig eine Klarheit die ich bis heute trage.

Danach ließ ich das Tattoo entfernen. Nicht aus Angst – aus Bewusstsein. Ich führte Rituale durch um diese Energie vollständig aus meinem System zu lösen.

War das Tattoo die Ursache? Diese Frage überlasse ich dir.

Was ich weiß – Symbole sprechen mit Schichten die weit tiefer gehen als der Verstand. Sie wirken im Verborgenen, im Unbewussten, im Körper. Und wer das einmal wirklich verstanden hat, geht nie mehr unbewusst mit Symbolik um.



Rein oder unrein? Gefährlich oder kraftvoll?

Zurück zum Allsehenden Auge.

Ich trage es auf dem äußeren Handherz – direkt verbunden mit dem inneren, einem der kraftvollsten Energiepunkte des Körpers. Und ja, ich zaubere damit. Bewusst. Intentioniert.

Aber wie geht man als Hexe oder Magier mit einem Symbol um das so viel in sich trägt?

Hier trennen sich die Wege.



Chaosmagie – der radikale Paradigmenwechsel

In der Chaosmagie gilt ein einziges Prinzip: Was funktioniert, ist recht.

Keine heiligen Systeme. Keine verbotenen Symbole. Keine Grenzen. Alles ist Werkzeug, alles ist neutral. Der Magier entscheidet was er mit einer Energie macht – nicht die Energie über den Magier.

Aus dieser Perspektive ist die Frage ob ein Symbol rein oder unrein ist schlicht irrelevant. Die Kraft liegt ausschließlich in der Intention des Anwenders.

Das ist radikaler Paradigmenwechsel in seiner reinsten Form. Und er hat seine absolute Berechtigung.



Die Illuminationsmagierin – wenn der Blickwinkel keine Grenzen mehr kennt

Mein Weg ist ein anderer – und doch nicht weit entfernt.

Als Illuminationsmagierin ist mein Pfad die innere Verfeinerung und Bewusstwerdung. Das Licht in alle Anteile des eigenen Wesens bringen. Die Schleier der Trennung lüften. Erkennen dass das Göttliche nicht außerhalb, sondern im Innersten des eigenen Seins wohnt.

Auf diesem Weg weitet sich der Blickwinkel so weit dass kaum noch Grenzen existieren. Die Ganzheit von allem wird sichtbar – Licht und Schatten, Ursprung und Verzerrung, Heiliges und Missbrauchtes.

Aus dieser Perspektive ist das Allsehende Auge weder rein noch unrein. Es ist ein Spiegel. Es zeigt was du hineinträgst. Und es verstärkt was du bereits bist.

Das bedeutet nicht dass man blind damit arbeitet. Bewusstsein ist der Schlüssel. Die Fähigkeit ein Symbol in seiner gesamten Geschichte zu sehen – und dann souverän zu entscheiden wie man damit arbeitet. Das ist Illuminationsmagie.



Was bedeutet das für dich?

Kennst du die Energiegeschichte der Symbole mit denen du arbeitest?

Reinigst du sie? Lädst du sie neu? Oder arbeitest du mit allem was drin steckt – bewusst und intentioniert?

Es gibt keinen einzig richtigen Weg. Aber es gibt einen unbewussten. Und der ist der einzige der wirklich gefährlich werden kann.

Ich bin Kiko Moon, Gründerin der Hexakademie und Illuminationsmagierin.

Wie gehst du mit geladenen Symbolen um? Schreib es in die Kommentare .


Zum höchsten Wohl ALLER, Kiko Moon


 
 
 

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